Warnungen vor Online-Betrug gibt es viele. Was fehlte, war ein Ort zum Üben – in Ruhe, ohne Risiko und ohne Bloßstellung. Das ist diese Seite.
Wer dahintersteht
„Übung macht sicher“ ist ein Angebot ohne Gewinnabsicht von CARECOM® – Harald Mühlhoff, Software-Architekt und -Entwickler aus Wetter (Ruhr). Kein Konto, keine Werbung, kein Tracking, nichts zu kaufen.
Worauf die Übungen beruhen
- Selbst machen schlägt Lesen. In einer bekannten Studie erkannten Menschen, die 15 Minuten ein Anti-Phishing-Spiel spielten, gefälschte Webseiten besser als solche, die ein Tutorial oder vorhandenes Schulungsmaterial lasen (Sheng u. a., 2007).
- Interaktiv, aber kein Wundermittel. Eine große Studie mit über 19.500 Beschäftigten fand, dass übliche Trainingsformen insgesamt wenig bringen; wer eine interaktive Übung abgeschlossen hatte, klickte bei einer späteren Phishing-Mail rund 19 % seltener – ein relativer Effekt, der absolut klein ist (Ho u. a., 2025). Deshalb sind die Übungen kurz, Sie machen selbst mit, und jede Entscheidung wird sofort erklärt – und deshalb sagen wir deutlich, dass Üben allein nicht reicht.
- Es verblasst – Auffrischen hilft. Forschung zur „Impfung“ gegen Manipulation zeigt, dass die Wirkung mit der Zeit nachlässt, bei spielerischen Formaten sogar schneller, und dass gezielte Auffrischungen helfen (Maertens u. a., 2025). Daher die Auffrischungen nach einem Tag, einer Woche und einem Monat.
Was Üben nicht kann
Unverwundbar wird durch Üben niemand. Nutzen Sie deshalb auch technischen Schutz: wo angeboten Passkeys – Sie melden sich mit Fingerabdruck oder Gesicht an wie beim Entsperren des Handys, und auf einer gefälschten Seite funktionieren sie nicht –, sonst die Zwei-Faktor-Anmeldung (ein zweiter Schritt beim Anmelden, etwa ein Code aufs Handy). Dazu einen Passwortmanager, Updates und die goldene Regel, über eine bekannte Nummer zurückzurufen.
Hausregeln
- Alle Firmen in den Übungen sind ausgedacht und geprüft: keine gleichnamige eingetragene Marke, keine bekannte Firma, Adressen mit Endungen, die für Beispiele reserviert sind.
- Keine echten Logos, keine nachgebauten Webseiten echter Firmen, keine kopierten Betrugsnachrichten.
- Jede Zahl und jede Tatsachenbehauptung hat eine Quelle und ein Datum.
- Keine Versprechen: „sicherer“, nie „sicher“.
- Kein Tracking, keine Cookies, keine Werbung, keine Affiliate-Links.
Warum ein Karpfen?
Angler wissen: Karpfen, die einmal gefangen wurden, werden „hakenscheu“. Forschende haben 2020 gezeigt, dass Karpfen die Vorsicht auch lernen, wenn sie nur zusehen, wie andere gefangen werden – dieser Effekt ließ allerdings schneller nach (Lovén Wallerius u. a., 2020). Man muss nicht selbst anbeißen, um dazuzulernen. Und Auffrischen hilft.
Kontakt
Einen Fehler gefunden oder eine Idee für eine Übung? Schreiben Sie an info@carecom.de.