Worum es geht

Fünf Alltagssituationen rund um Handy, Computer und Konten. Betrug steckt hier nicht dahinter – es geht darum, was hilft, wenn doch einmal einer durchkommt.

Was Sie üben

Geräte und Konten so einstellen, dass ein Fehler weniger Schaden anrichtet.

Übung

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In den Einstellungen Ihres Handys

„Software-Update verfügbar. Automatische Updates: aus.“

Sie haben die Einstellungen selbst geöffnet.

Was tun Sie?

  • ✓ Das Update installieren und automatische Updates einschalten. – Genau. Updates schließen Sicherheitslücken. Automatisch eingeschaltet, müssen Sie nicht mehr daran denken.
  • ✗ Lieber nicht – Updates machen nur Ärger. – Ein Gerät ohne Updates bleibt mit bekannten Lücken im Netz. Das ist ein größeres Risiko als eine geänderte Bedienung.

Updates sind der einfachste Schutz: Sie schließen Lücken, die Angreifer kennen. Wichtig ist nur, dass sie aus den Einstellungen Ihres Geräts kommen – nicht von einer Webseite.

Im Elektronikmarkt

Der Verkäufer rät Ihnen zum neuen Laptop: „Ohne unser Virenschutz-Abo für 59 Euro im Jahr sind Sie ungeschützt.“

Auf dem Laptop läuft Windows.

Was stimmt?

  • ✓ Ein Virenschutz ist schon eingebaut. Wichtig ist, dass er an bleibt und Updates laufen. – Genau. Windows bringt die Windows-Sicherheit mit, der Mac einen eigenen Schutz. Ein kostenloser Schutz eines seriösen Herstellers genügt, auch der des Betriebssystems.
  • ✗ Ohne gekauftes Abo ist der Laptop offen für Viren. – Das stimmt so nicht. Ein Abo kann man kaufen, nötig ist es nicht – der eingebaute Schutz reicht, wenn er an ist und aktuell bleibt.

Kein Betrug, aber ein Verkaufsargument: Der eingebaute Virenschutz genügt, wenn er eingeschaltet ist und Updates bekommt. Wichtiger als ein zweites Programm sind Updates und Vorsicht bei Links und Anhängen.

Beim Nachbarn

Ein Erpresserprogramm hat alle Fotos auf dem Computer Ihres Nachbarn verschlüsselt. Für den Schlüssel sollen 500 Euro in Bitcoin gezahlt werden.

Was hätte ihm vorher am meisten geholfen?

  • ✓ Eine Sicherungskopie auf einer externen Festplatte, die nur zum Sichern angeschlossen wird. – Genau. Mit einer Kopie, die nicht ständig angeschlossen ist, hätte er den Computer neu einrichten und seine Fotos zurückholen können – ohne zu zahlen.
  • ✗ Ein längeres Passwort für den Computer. – Ein gutes Passwort hilft gegen vieles – aber nicht, wenn ein Programm schon auf dem Computer läuft. Gegen Datenverlust hilft nur eine Kopie.
  • ✗ Nichts – dagegen kann man sich nicht schützen. – Doch: Eine Sicherungskopie macht das Erpresserprogramm fast wirkungslos. Die Fotos sind dann ja noch da.

Eine Sicherungskopie ist die beste Vorsorge gegen Datenverlust – durch Erpresserprogramme, einen Defekt oder Diebstahl. Die Festplatte nur zum Sichern anschließen, danach trennen.

Kartenzahlung: 389,00 €

Online-Händler · gerade eben

Sie haben gerade nichts gekauft. Die Mitteilung kommt aus Ihrer Banking-App, in der Sie Benachrichtigungen für jede Kartenzahlung eingeschaltet haben.

Was tun Sie?

  • ✓ Sofort die Karte sperren: Bank über die Nummer auf der Karte oder den Sperr-Notruf 116 116 anrufen. – Genau. Die Benachrichtigung hat den Missbrauch sofort sichtbar gemacht. Je schneller Sie sperren, desto weniger kann passieren.
  • ✗ Abwarten bis zum Kontoauszug. – Bis dahin können weitere Zahlungen folgen. Eine fremde Zahlung ist ein Grund, sofort zu sperren.

Je früher Sie eine fremde Zahlung bemerken, desto weniger kann passieren. Prüfen Sie Ihre Kontobewegungen regelmäßig – bietet Ihre Banking-App Benachrichtigungen an, helfen sie dabei. Ein Tageslimit, das Sie mit der Bank vereinbaren, begrenzt den Schaden. Mitteilungen prüfen Sie immer in der App, die Sie selbst öffnen – nie über einen Link aus einer SMS.

In Ihrem E-Mail-Konto

„Ist Ihre Handynummer für die Wiederherstellung noch aktuell?“

Hinterlegt ist Ihre alte Nummer, die es nicht mehr gibt. Sie haben das Konto selbst geöffnet.

Was tun Sie?

  • ✓ Die neue Nummer eintragen. – Genau. Vergessen Sie einmal das Passwort oder übernimmt jemand das Konto, kommen Sie über eine aktuelle Nummer oder Adresse am einfachsten wieder hinein.
  • ✗ Lieber gar keine Nummer hinterlegen – das ist sicherer. – Dann sperren Sie im Ernstfall sich selbst aus. Wichtig ist nur, dass Sie die Frage im Konto sehen, das Sie selbst geöffnet haben – nicht in einer Mail mit Link.

Aktuelle Angaben zur Wiederherstellung sind Vorsorge: Ohne sie kommen Sie nach einem vergessenen Passwort oder einem Angriff nicht mehr an Ihr Konto. Prüfen Sie sie ab und zu – im Konto selbst, nie über einen Link.

Zu Hause erledigen

Die Häkchen gelten nur für den Moment – gespeichert wird nichts. Wie die einzelnen Schritte gehen, ist von Gerät zu Gerät verschieden; die Quellen unten erklären es, und eine Vertrauensperson hilft gern.

Quellen (geprüft am 1. Oktober 2026)

BSI, „Basistipps zur IT-Sicherheit“, „Virenschutz und falsche Antivirensoftware“, „Datensicherung – wie geht das?“, „Vorsorge für den Ernstfall“ (30. März 2026) und „Sicherheitsmaßnahmen beim Onlinebanking“.

Alle Firmen, Personen, Adressen und Nummern in den Übungen sind ausgedacht. Ähnlichkeiten mit echten Firmen oder Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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