Worum es geht

Fünf Situationen rund ums Passwort. Ein echtes Passwort tippen Sie hier nie ein – Sie wählen nur zwischen Beispielen.

Was Sie üben

Gute Passwörter erkennen, für jedes Konto ein eigenes nutzen und den Passwort-Manager als Warnzeichen verstehen.

Übung

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Zwei Passwörter zum Vergleich

A: Sommer2025!

B: Kerze Fahrrad Muschel Regen Laterne

Beide sind nur Beispiele – jetzt, wo sie hier stehen, taugen sie für niemanden mehr.

Welches Passwort ist stärker?

  • ✓ B – fünf zufällige Wörter. – Genau. Fünf oder sechs zufällige Wörter ergeben ein langes Passwort, das man sich trotzdem merken kann – so empfiehlt es auch das BSI. Länge zählt mehr als Sonderzeichen.
  • ✗ A – es hat eine Zahl und ein Sonderzeichen. – Ein Wort, eine Jahreszahl, ein Ausrufezeichen: Eine angehängte Ziffer oder ein Sonderzeichen bringt wenig. Das Passwort bleibt kurz und leicht zu erraten.
  • ✗ Beide sind gleich gut. – B ist deutlich länger – und Länge macht das Erraten viel schwerer.

Länge schlägt Sonderzeichen: Mehrere zufällige Wörter ergeben ein langes Passwort, das man sich merken kann. Wichtig ist, dass die Wörter wirklich zufällig sind – kein Satz aus einem Lied, kein Name aus der Familie.

Ein Datenleck

Ein Online-Shop meldet: Bei einem Angriff wurden Passwörter seiner Kundschaft gestohlen.

Ihr Passwort dort ist dasselbe wie für Ihre E-Mail und Ihr Kundenkonto bei Kinowolke.

Was ist jetzt wichtig?

  • ✓ Das Passwort überall ändern, wo Sie es benutzen – und künftig für jedes Konto ein eigenes nehmen. – Genau. Mit einem gestohlenen Passwort probieren Angreifer automatisch viele andere Seiten aus. Zuerst ändern Sie es beim E-Mail-Konto – darüber lassen sich alle anderen Passwörter zurücksetzen.
  • ✗ Nur beim Online-Shop ändern. – Das reicht nicht: Dasselbe Passwort öffnet auch Ihre E-Mail und Kinowolke. Ändern Sie es überall.
  • ✗ Nichts tun – darum kümmert sich der Shop. – Der Shop kann nur sein eigenes Konto schützen. Ihre anderen Konten mit demselben Passwort sind offen, bis Sie es ändern.

Ein Passwort für alles ist wie ein Schlüssel für Haus, Auto und Bankschließfach: Geht er verloren, ist alles offen. Für jedes Konto ein eigenes Passwort – ein Passwort-Manager merkt sie sich für Sie. Regelmäßig wechseln müssen Sie ein gutes Passwort übrigens nicht, nur bei einem Anlass wie diesem.

Uferbank Online-Banking

https://uferbank-sicherheit.example/anmelden

Bitte melden Sie sich an, um Ihr Konto zu bestätigen.

Sie sind über einen Link in einer Mail hierhergekommen. Ihr Passwort-Manager kennt Ihre Zugangsdaten für die Uferbank – und schlägt hier nichts vor.

Was tun Sie?

  • ✓ Stutzig werden: Die Adresse ist nicht uferbank.example. Seite schließen und die Bank über das Lesezeichen öffnen. – Genau. Der Passwort-Manager kennt die Adresse, für die er Ihre Zugangsdaten gespeichert hat. Bleibt er stumm, stimmt die Adresse nicht – hier gehört sie uferbank-sicherheit.example.
  • ✗ Das Passwort aus dem Manager kopieren und von Hand einfügen. – Genau das wäre der Fehler: Der Manager hatte recht. Er kennt die echte Adresse – und das hier ist eine andere.
  • ✗ Das Passwort aus dem Gedächtnis eintippen. – Dann hätten die Betrüger es. Wenn der Manager nichts vorschlägt, ist das ein Warnzeichen – kein Grund, es von Hand zu versuchen.

Eine Falle: eine nachgemachte Anmeldeseite. Der Passwort-Manager füllt nur auf der Adresse aus, für die er die Zugangsdaten gespeichert hat. Bleibt er stumm, ist das ein Warnzeichen – kein Fehler des Managers.

Uferbank Online-Banking

https://uferbank.example/online-banking/anmelden

Sie haben die Seite über Ihr Lesezeichen geöffnet.

Was tun Sie?

  • ✓ Einsetzen lassen und anmelden. – Gut. Lesezeichen, richtige Adresse, und der Manager bietet die passenden Zugangsdaten an – so soll es sein.
  • ✗ Abbrechen – Passwort-Manager sind unsicher. – Ein Passwort-Manager mit einem guten Hauptpasswort ist sicherer als ein Zettel oder überall dasselbe Passwort. Hier hat er die richtige Adresse erkannt.

Echt. Sie haben die Seite selbst geöffnet, die Adresse endet auf uferbank.example, und der Passwort-Manager erkennt sie wieder. Hier spricht nichts gegen die Anmeldung.

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https://passwort-staerke-sofort.test/

Geben Sie Ihr Passwort ein – wir sagen Ihnen in Sekunden, wie sicher es ist.

Sie möchten wissen, ob Ihr Bank-Passwort gut ist. Was tun Sie?

  • ✓ Nicht eintippen. Ein echtes Passwort gehört nur in die echte Anmeldeseite. – Genau. Was Sie auf einer fremden Seite eintippen, kann dort gespeichert werden. Ob ein Passwort gut ist, erkennen Sie an der Länge und daran, dass es nur für ein Konto gilt.
  • ✗ Eintippen – es ist ja nur ein Test. – Dann kennt die Seite Ihr echtes Passwort – und weiß womöglich, wofür Sie es benutzen. Ein Passwort tippen Sie nur dort ein, wo Sie sich anmelden.
  • ✗ Ein ähnliches Passwort eintippen, nur leicht verändert. – Auch das verrät viel: Aus einem ähnlichen Passwort lässt sich das echte oft erraten.

Eine Falle – oder zumindest ein unnötiges Risiko: Ein echtes Passwort tippen Sie nur auf der echten Anmeldeseite ein. Gut ist es, wenn es lang ist, zufällig und nur für dieses eine Konto gilt.

Was ein gutes Passwort ausmacht

Lang schlägt kompliziert

Fünf oder sechs zufällige Wörter ergeben ein langes Passwort, das man sich merken kann. Eine angehängte Ziffer oder ein Sonderzeichen bringt wenig; Namen aus der Familie, Haustiere und Geburtstage gehören nicht hinein.

Eins pro Konto

Wird ein Passwort gestohlen, soll es nichts anderes öffnen. Vor allem Ihr E-Mail-Konto verdient ein eigenes – darüber lassen sich andere Passwörter zurücksetzen.

Den Manager merken lassen

Ein Passwort-Manager speichert Ihre Passwörter verschlüsselt, erzeugt neue und warnt, wenn eine Adresse nicht zur gespeicherten passt. Merken müssen Sie sich nur noch ein gutes Hauptpasswort. Vor- und Nachteile erklärt das BSI (Quellen unten).

Wechseln nur bei Anlass

Ein gutes Passwort müssen Sie nicht regelmäßig wechseln. Ändern Sie es, wenn es gestohlen sein könnte – etwa nach einem Datenleck oder wenn der Anbieter Sie darum bittet.

Nur auf der echten Anmeldeseite

Ihr Passwort sagen Sie niemandem – nicht am Telefon, nicht per Nachricht, nicht auf einer „Passwort-Prüfseite“. Kein seriöses Unternehmen fragt danach.

Zu Hause erledigen

Die Häkchen gelten nur für den Moment – gespeichert wird nichts.

Quellen (geprüft am 1. Oktober 2026)

BSI, „Sichere Passwörter erstellen“, „Umgang mit Passwörtern“, „Passwörter verwalten mit einem Passwort-Manager“ und „Der Ändere-dein-Passwort-Tag braucht ein Update“ (30. Januar 2026).

Alle Firmen, Personen, Adressen und Nummern in den Übungen sind ausgedacht. Ähnlichkeiten mit echten Firmen oder Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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