Login, Passwort, Linkziel, Fernzugriff: Hier stehen die wichtigsten Begriffe rund um Konten, Nachrichten und Geräte – kurz und ohne Fachchinesisch erklärt. Wo es passt, führt ein Link zur Übung.
Anmelden und Konten
Anmelden (Login)
Sich bei einem Konto ausweisen, meist mit E-Mail-Adresse oder Benutzername und Passwort – etwa beim Online-Banking oder im Mail-Postfach. Genau solche Anmeldeseiten fälschen Betrüger gern nach.
Merke: Anmeldeseiten nie über einen Link aus einer Nachricht öffnen – sondern über die App oder eine selbst eingetippte Adresse. Mehr dazu: Das Postfach
Passwort
Ein geheimes Wort oder ein Satz, mit dem Sie sich anmelden. Ein gutes Passwort ist lang, nur Ihnen bekannt und gilt für ein einziges Konto.
Merke: Kein seriöses Unternehmen fragt Sie per Mail, SMS oder Telefon nach Ihrem Passwort. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Passwort-Manager
Ein Programm, das Ihre Passwörter verschlüsselt aufbewahrt und für jedes Konto ein eigenes, zufälliges Passwort erzeugt. Sie merken sich nur noch ein gutes Hauptpasswort.
Merke: Der Passwort-Manager füllt das Passwort nur auf der echten Seite aus. Bleibt das Feld leer, ist das ein Warnzeichen.
Passkey
Anmelden ohne Passwort: Sie bestätigen mit Fingerabdruck, Gesicht oder der PIN Ihres Geräts. Ein Passkey gilt nur für die echte Seite – eine gefälschte kann damit nichts anfangen.
Merke: Wo ein Dienst Passkeys anbietet, lohnt sich der Umstieg. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Zwei-Faktor-Anmeldung (2FA)
Zum Passwort kommt ein zweiter Nachweis, etwa ein Code aufs Handy oder eine Bestätigung in einer App. Wer nur Ihr Passwort erbeutet hat, kommt damit allein nicht hinein.
Merke: Einen Code, den Sie nicht selbst angefordert haben, geben Sie nie weiter – auch nicht am Telefon. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Einmalcode (TAN)
Eine Zahlenfolge, die nur für eine einzige Anmeldung oder Zahlung gilt – per SMS, in einer App oder auf einem TAN-Gerät. Sie ist oft die letzte Hürde vor Ihrem Geld.
Merke: Vor der Eingabe lesen, wofür der Code gilt – und ihn nie an jemanden weitergeben, der anruft oder schreibt. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
PIN
Eine kurze Geheimzahl, etwa für die Bankkarte oder zum Entsperren des Handys.
Merke: Ihre PIN kennen nur Sie – Bank und Polizei fragen nie danach.
Karte oder Online-Banking sperren
Nach einem Betrug lassen Sie Karte oder Online-Banking sofort sperren – über Ihre Bank oder den Sperr-Notruf 116 116. Der Sperr-Notruf ruft selbst nie an.
Merke: Die Nummer der Bank steht auf der Karte und in der Banking-App – nie die aus einer Nachricht nehmen. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Nachrichten und Links
Phishing
Gefälschte Nachrichten, meist E-Mails, die Sie auf eine nachgemachte Seite locken oder zu einer Zahlung drängen – um an Passwörter, Kartendaten oder Geld zu kommen. Das Wort spielt auf das englische „fishing“ an: angeln.
Merke: Druck, Angst oder ein verlockender Gewinn sind die Hebel. Je mehr eine Nachricht drängelt, desto mehr lohnt sich Ruhe. Mehr dazu: Das Postfach
Smishing
Phishing per SMS oder Messenger – etwa ein angebliches Paket, eine offene Gebühr oder „Hallo Mama, das ist meine neue Nummer“.
Merke: Links in SMS nicht antippen – die App oder die bekannte Seite selbst öffnen. Mehr dazu: SMS und Messenger
Absender
Wer eine Nachricht geschickt hat. Den angezeigten Namen kann jeder frei wählen – mehr verrät die Adresse dahinter, und selbst die lässt sich fälschen.
Merke: Kommt eine Nachricht unerwartet, prüfen Sie über einen Weg, den Sie schon kennen – nicht über Antwort oder Link. Mehr dazu: Das Postfach
Link und Linkziel
Ein anklickbarer Text oder Knopf. Der sichtbare Text kann alles behaupten; entscheidend ist das Ziel – die Adresse, die sich dahinter öffnet.
Merke: Am Computer mit der Maus darauf zeigen, ohne zu klicken. Am Handy nicht antippen, sondern die App oder die bekannte Adresse selbst öffnen. Mehr dazu: Das Postfach
Internetadresse (Domain)
Der Name einer Website. Wem sie gehört, verrät der Teil direkt vor der Endung wie .de oder .com – die Adresse wird dafür von rechts gelesen.
Merke: Wo die Adresse endet, zeigt das erste „/“ nach „https://“. Alles weiter links darf der Besitzer frei wählen. Mehr dazu: Das Adress-Duell
Umlaut-Adressen (xn--)
Internetadressen dürfen Umlaute enthalten. Technisch werden sie in eine Ersatzschreibweise übersetzt, die mit „xn--“ beginnt: Aus übung-macht-sicher.de wird xn--bung-macht-sicher-12b.de. Manche Programme zeigen diese Form an – dann sieht eine echte Adresse fremd aus. Diese Seite schreibt ihre deutsche Adresse deshalb mit „ue“: Wer übung-macht-sicher.de eintippt, landet auf uebung-macht-sicher.de.
Merke: Dieselbe Technik nutzen Betrüger, um Adressen mit ähnlich aussehenden Buchstaben zu tarnen. Steht „xn--“ in einer Adresse, deren Name keine Umlaute hat – etwa bei Ihrer Bank –, ist das ein Warnzeichen. Mehr dazu: Das Adress-Duell
Anhang
Eine Datei, die mit einer Mail kommt, etwa ein PDF oder ein Foto. Gefährlich sind vor allem Dateien, die ein Programm starten, und Office-Dateien, die „Inhalte aktivieren“ verlangen.
Merke: Unerwartete Rechnungen und Mahnungen nicht öffnen, sondern im Kundenkonto nachsehen. Mehr dazu: Das Postfach
Kurzlink
Eine verkürzte Adresse, die ihr eigentliches Ziel erst nach dem Öffnen zeigt.
Merke: Geht es um Geld, Passwort oder Codes, den Kurzlink nicht öffnen – die bekannte Seite selbst aufrufen. Mehr dazu: Das Adress-Duell
QR-Code
Ein Quadrat aus Punkten, das die Handy-Kamera als Adresse liest. Wohin er führt, sehen Sie erst nach dem Scannen.
Merke: Nach dem Scannen erst die angezeigte Adresse lesen, dann entscheiden. Mehr dazu: Das Adress-Duell
Spam
Unerwünschte Massen-Nachrichten: meist lästige Werbung, oft aber auch Betrug.
Merke: Nicht antworten und keine Links zum „Abmelden“ anklicken – einfach löschen.
Computer und Handy
Browser
Das Programm, mit dem Sie Webseiten öffnen, etwa Edge, Chrome, Firefox oder Safari.
Merke: Updates für den Browser kommen aus dem Browser selbst – nie von einer Webseite, die dazu auffordert. Mehr dazu: Warnfenster
App
Ein Programm auf Handy oder Tablet. Die App Ihrer Bank ist ein guter Weg, eine verdächtige Nachricht nachzuprüfen – wenn Sie sie selbst öffnen.
Merke: Apps nur aus dem App Store oder von Google Play laden, nie über einen Link aus einer Nachricht.
Update (Aktualisierung)
Eine neue Version von Betriebssystem, Browser oder App. Updates schließen bekannte Sicherheitslücken – am besten automatisch installieren lassen.
Merke: Drängt eine Webseite zu einem Update, ist Vorsicht angebracht: Aktualisiert wird über die Einstellungen oder den App-Store. Mehr dazu: Warnfenster
Virenschutz (Antivirenprogramm)
Ein Programm, das Schadsoftware erkennt und blockiert. Windows bringt mit der Windows-Sicherheit (Microsoft Defender) einen eigenen Virenschutz mit, der sich selbst aktualisiert. Auch der Mac hat einen eingebauten Schutz.
Merke: Den eingebauten Schutz eingeschaltet lassen. Ein Schutzprogramm, das Ihnen eine Webseite oder ein Anrufer aufdrängt, ist die Falle. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Schadsoftware (Malware)
Programme, die heimlich Schaden anrichten: Daten ausspähen, Dateien verschlüsseln oder den Computer fernsteuern.
Merke: Nur Programme aus bekannten Quellen installieren – und nie, weil eine Nachricht oder ein Anrufer es verlangt. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Warnfenster (Pop-up)
Ein Fenster, das sich plötzlich öffnet. Nachgemachte Warnungen behaupten, Ihr Gerät sei in Gefahr, und nennen eine Telefonnummer oder verlangen Geld – echte Warnungen Ihres Systems tun das nicht.
Merke: Nicht anrufen und nichts eingeben – das Fenster schließen, notfalls den Browser neu starten. Mehr dazu: Warnfenster
Fernzugriff (Fernwartung)
Jemand steuert Ihren Computer über das Internet, als säße er davor. Betrüger bringen Sie unter einem Vorwand dazu, dafür ein Programm zu installieren.
Merke: Nie jemandem Fernzugriff geben, der Sie angerufen oder angeschrieben hat. Ist es passiert: Gerät vom Internet trennen. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?
Bildschirmfoto (Screenshot)
Ein Foto dessen, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist. So können Sie eine verdächtige Nachricht zeigen oder einer KI geben, ohne einen Link anzutippen.
Betrugsmaschen
Scareware
Angst-Software: Eine Seite oder ein Fenster behauptet, Ihr Gerät sei infiziert, um Sie zu einem Anruf, einem Kauf oder einem Download zu drängen.
Merke: Echte Schutzprogramme zeigen keine Telefonnummer, die Sie anrufen sollen. Mehr dazu: Warnfenster
Falscher Technik-Support
Angebliche Mitarbeiter bekannter Firmen rufen an – oder bringen Sie dazu, sie anzurufen –, weil Ihr Computer ein Problem habe. Sie wollen Fernzugriff und Geld.
Merke: Auflegen. Große Firmen rufen nicht von sich aus wegen Ihres Computers an. Mehr dazu: Warnfenster
„Hallo Mama“-Masche
Jemand schreibt, er sei Ihr Kind oder Enkel mit neuer Nummer, und bittet bald dringend um Geld.
Merke: Rufen Sie die alte, bekannte Nummer an, bevor Sie irgendetwas überweisen. Mehr dazu: SMS und Messenger
Falsche Polizei oder Bank am Telefon
Anrufer geben sich als Polizei, Bank oder Behörde aus – manchmal steht sogar 110 im Display – und drängen Sie, Geld, Karten oder Wertsachen herauszugeben.
Merke: Auflegen und selbst die Nummer wählen, die Sie kennen – bei der Polizei die 110. Mehr dazu: Ich habe geklickt – was jetzt?